Montag, 31. Januar 2011

Boxnacht

Hiermit forde ich ( D.B. alias Daniel B. - neee, zu offensichtlich:- D. Bodes) Thorsten Hasch zu einem Boxduell bei der anstehenden Boxnacht Ende Februar heraus!

Mittwoch, 12. Januar 2011

Wenn er den versaut dann gewinne ich...

Ja Ich weiß, die GP Berichterstattung artet langsam aus, aber wir haben es ja bald hinter uns.


Nach dem sensationellen ersten Halbfinale zwischen Thorsten und Chris, das Bigbear dankbarerweise zusammengefasst hat, standen sich noch Markus und Daniel gegenüber. Dieser Markus, der es irgendwie immer wieder schafft sich unbemerkt unter die Top 4 zu mogeln, konnte in diesem Turnier nur mit gelungenen „Saves“ glänzen. Auf der Gegenseite Daniel der in der Gruppenphase ebenfalls alles andere als Sattelfest auftrat. Es kam leider wie erwartet zu einem sehr durchwachsenen Start in dieses Halbfinale und mit durchwachsen meine ich richtig, richtig schlecht! „Nervosität war es eher nicht würde ich sagen, eher zu viel Respekt voreinander, keine Fehler machen, auf Sicherheit spielen, taktische Zwänge“, so Daniels Worte. Das war von beiden ein Rückfall ins tiefste Billardmittelalter! Es versprang echt jeder Ball…


Irgendwie war dann doch immer mal wieder einer in der Lage die Acht zu lochen, 1:1, 2:2, 3:3. Dann wurde es besser. Legt man Daniel einen Knochen hin weiß er damit um zu gehen, dann locht er auch mal drei, vier Kugeln in folge und plötzlich wie aus dem nichts ist er wieder motiviert. Der Terrier! „Es gab irgendwann einen Punkt an dem ich mir gesagt habe: wenn er den versaut dann gewinne ich das Spieltund er hat ihn versaut!“ Daniel schaffte es sich abzusetzen 5:3. „Dieses defensive Spiel wie es früher vor allem Winkes gemacht hat und Herr Ottlik es gegen mich auch versucht hat zahlt sich meistens nicht aus, antiquierte Spielweise.“ Abgeklärt sagt wohl der ein dazu…und der andere? In Arroganz und Selbstüberschätzung hat sich Daniel einiges von den Champs in unserer Ruhmeshalle abgeschaut und verdammt er kann es sich auch leisten, denn Markus fand nicht zurück ins Spiel. Er fand eigentlich überhaupt nicht in das Spiel.


„Zwar hätte ich gerne um den Titel mitgespielt, aber mit dem letztlich erreichten bin ich zufrieden. Ich denke auch, dass ich den Sieg mit der Leistung im Halbfinale überhaupt nicht verdient hätte... Billardtechnisch blicke ich schon auf die WM, bei der ich vielleicht ja meine Revanche bekomme. Und so nebenbei ist der zweite Platz in der Rangliste natürlich auch nicht zu verachten.“ Da blickt Markus schon etwas voraus, er unterlag an diesem Abend 7:5 gegen Daniel…


Nächste Woche das Finale, Spiel um Platz drei und Loser Cup!

Montag, 10. Januar 2011

Bigbear: Hase gegen Schildkröte

Halbfinale: Chris Werz vs. Thorsten
Ein Duell bei dem der Ausgang so sicher wie wohl bei keinem anderen Spiel zuvor schon feststand. Sollte man meinen.

Thorsten ging dank Handicap schon vor Spielbeginn mit 2:0 in Führung, was bei Chris erstaunlicherweise die Farbe aus dem Gesicht fallen ließ. Den aktuellen Weltmeister sollte dieser Rückstand gegen einen Underdog in einem Spiel auf sieben eher unbeeindruckt lassen. Nachdem Chris den Ausstoß zum Break gewann, begann er das Spiel wie gewohnt in seiner schnellen und überlegenen Art.
Doch heute wollte es nicht so recht und er machte des öfteren kleinere Fehler, die von Thorsten frech ausgenutzt werden konnten, so sicherte er sich überraschend die 3:0 Führung. Thorstens Spiel war ruhig und geradlinig, er nutzte die Fehler des Weltmeisters immer wieder gekonnt aus. Wer bei dem Spiel zuschaute, musste unweigerlich an die Fabel vom Hasen und der Schildkröte denken. Chris der mit seinem schnellen Spiel den Tisch erstmal frei räumte, eine Kugel nach der anderen in die Taschen knipste und auf der anderen Seite Thorsten, der mit seiner ruhigen bedächtigen Art seine Farben nach und nach versenkte. Mit dieser Spielweise konnte sich Thorsten eine respektable Führung von 5:3 erkämpfen.

Doch dann kam die Wendung, bei einem Stand von 5:4 schenkte Thorsten seinem Kontrahenten das Spiel zum 5:5 durch Aufgabe und hat so leichtsinnig die mögliche Führung zum 6:4 vergeben, was bei der heutigen Leistung von Christian Werz gleichbedeutend mit einem Sieg gewesen wäre. So erspielte sich der Weltmeister die 6:5 Führung und der tapfer kämpfende Underdog war gebrochen. Nur dem guten Zuredens eines Unbekannten Fremden, man munkelt es war ein mehrfacher Billard-Weltmeister, ist es zu verdanken das Thorsten noch mal Mut sammeln konnte und zum 6:6 aufschloss.

Im letzten, alles entscheidenden Spiel, schienen die Würfel schon früh gefallen zu sein als Chris schon auf die Schwarze spielt und Thorsten noch drei Kugeln auf dem Tisch hat.
Doch was geschieht dann…

Chris kann die Acht nicht versenken, stattdessen fällt die Weise und Thorsten kommt an den Tisch mit noch drei seiner Kugeln darauf und „BALL IN HAND“. Eine riesen Chance für den Underdog: Die erste Kugel fällt, dann die Zweite, dann die Dritte doch die Weise touchiert beim ausrollen die schwarze Acht und bleibt alles andere als günstig liegen.

Jetzt Überschlagen sich die Gedanken, versucht der Underdog einen Save, mit dem Risiko das er sich verstellt, die Weiße zu lang läuft und der Champion einen einfachen geraden Ball spielen kann. Oder versucht er die Schwarze zu lochen, mit dem Risiko, dass die Weise auch in ein Loch fällt oder er die Schwarze nicht richtig trifft und sie im Loch klappert, dann hätte der Weltmeister einen noch einfacheren Ball zum Sieg da liegen. Eine falsche Entscheidung würde Thorsten nicht nur die Möglichkeit auf einen Turniersieg nehmen, sondern auch die Schmach wegen einer falschen Entscheidung beim 5:5 den Weltmeister nicht besiegt haben zu können.
Thorsten geht aufs ganze, versucht die Acht zu lochen, er visiert an, konzentriert sich…..
…. und stößt zu.
Die Weise läuft gegen die Bande, kann also schon nicht mehr fallen.
Die Schwarze rollt immer noch in Richtung Eckloch, ein schier unendlich langer Weg, alle halten den Atem an……
…… Sie fällt.
Donnernder Applaus! Thorsten, der Underdog, die Schildkröte, besiegt Christian Werz, den Weltmeister, den Hasen mit 7:6.
Was niemand für möglich gehalten hat wurde doch Realität. Das ist Billard!

Morgen das zweite Halbfinale…

Sonntag, 2. Januar 2011

Viertelfinale!

Wenn ein Spiel eine gefühlte Ewigkeit dauert, dann liegt das oft an den technischen Mängeln der Spieler. Für Zuschauer ganz schwere Kost. Anders bei der Partie Sofie gegen Markus die man kurz mit „Save“ umschreiben kann. Beide relativ stark beim Lochen, vor allem Sofie, die einen riesen Schritt nach vorne gemacht hat und der zu beginn des Matches kaum ein Ball versprang und Markus regelrecht an die Wand spielte! Stark! Das hat sich Markus sicher nicht so vorgestellt! Der Weg zur „Schwarzen“ war Sofie dann allerdings oft durch unzählige gegnerischen Kugeln versperrt – Foul! Otti mit Ball in Hand, doch dieser sehr defensiv eingestellt und ohne Risikobereitschaft – Save! Sofie foult, und Markus? Save! ‚Oh ein taktisches Geplänkel, wie nett‘, dachte sich wohl der ein oder andere, doch die beiden zogen dieses Spielchen Frame für Frame durch. Mal war der eine besser mal der andere, mal „snookerte“ sie, mal er. Das gipfelte schließlich beim Spielstand von 4:3 für Markus darin, dass sich das Spiel so festgefahren hat, dass sich beide Parteien und der Unparteiische auf ein Unentschieden einigten und der Frame wiederholt wurde. Ein Novum! Am Schluss 5:3 für Markus.


Chris gegen Werner, Weltmeister gegen Vizeweltmeister, eine Neuauflage des WM Finale, allein deswegen hat das Match das Prädikat „Topspiel“ verdient! Beides ähnliche Spielertypen, viel Risiko, viel Selbstvertrauen, beides exzellente Positionsspieler. Furioser Start! Technisch und taktisch eine Augenweide, zumindest zu beginn. Werner dank Handicap 1:0 in Front, dann 1:2 hinten und wieder 3:2 vorne! Klasse! In Chris brodelte es sichtbar, unzufrieden mit seinem Spiel, vielleicht gar nervös? Oder sogar noch mehr? Er ging auf und ab, suchte die Ruhe, währen dessen Werner weiter präzise und mit brillanten Ablagen, zwar auch mit Fehlern, aber in dieser Phase klar besser! Dann der Knackpunkt, der Vize verschenkte leichtfertig das 4:2, stattdessen 3:3. Er versenkte die vorm Eckloch liegende Schwarze, die Weiße ging mit und das Kräfteverhältnis kippte. 5:3 Chris! Aber Kopf hoch Werner, gut dagegen gehalten.


In unserer Billardhistorie gab es keine Partie öfters. Bodes gg Winkes, Unterhaltung garantiert! Der Evergreen! Doch kurz vor 18 Uhr die Hiobsbotschaft, Spielabsage. Winkes hatte es schlimmer erwischt wie befürchtet und lag mit Fieber im Bett. Bodes kampflos im Halbfinale und auch wenn er beteuert er hätte lieber Winkes regulär geschlagen so kommt doch der Verdacht auf er hätte es am Vortag schon geahnt. Wir erinnern uns an seine Katastrophenleistung gegen Sofie. Wie auch immer, sehr schade um das Spektakel.


Sabrina gegen Thorsten, kein starkes Spiel von beiden. Thorsten, der im Expertenkreis tatsächlich favorisiert in das Match ging und in der Gruppenphase noch zu unterhalten verstand, mit einem guten Start, flachte dann aber mehr und mehr ab, spielte schließlich ideenlos und unkonzentriert. Sabrina hielt dagegen, sowohl bei Licht als auch bei Schatten. Keiner konnte so recht die Fehler seines Gegners bestrafen, die Folge war eine sehr zerfahrene Partie. Am Schluss 5:2 für Thorsten, verdient und doch nicht überzeugend. Da hat die Kaltschnäuzigkeit gefehlt Sabrina, dann wäre es ganz eng geworden!


Die Halbfinals:

Chris – Thorsten

Bodes – Markus


Fortsetzung im Laufe der Woche…