Dienstag, 13. September 2011

Explosiv

Vor zwei Wochen fand die Billard Vollversammlung 2011 statt, friedlich gesittet und geordnet, allerdings mit Zündstoff davor und mit einer brennenden Zündschnur danach.


Das Treffen war gut besucht Chris, Benni, Sofie, Dany, Sabrina, Marcus und Thorsten folgten der Einladung des Verbandspräsidenten. Etwas überraschend fehlte der Präsident selbst, der es vorzog dem CDU Parteitag in Mörsch bei zu wohnen um dort seinen Anspruch als Bundeskanzlerkandidat zu unterstreichen. Na gut, gibt wichtigeres als Billard…

Des weiteren ließ sich Bodes entschuldigen, in dem es schon wegen des von ihm geleiteten und hart kritisierten Blitzturnieres im April grummelte und der nun wegen des für ihn ungünstig gewählten Termins an einem Freitag Abend vollends beleidigt ist.

Auch Bigbear fehlte, aber das kennen wir ja schon. Die beiden Billardstars Chris und Christian nehmen nie zusammen an der gleichen Veranstaltung teil. Bigbears große Furcht, eine weitere Geschichte die ihren eigenen Artikel verdient (im Okt. 2011) :D


Die Themen des Abends:


Preise für Sieger der Turniere…mal wieder. Wurde mal wieder grundsätzlich befürwortet. Allerdings waren sich die Anwesenden einig, dass es nicht für jedes Turnier einen Pokal geben sollte. Manche Turniere, wie zb. Master oder Championship, die nur alle 2-3 Jahre ausgespielt werden, verdienen keinen eigenen Pokal. Auch klargestellt wurde: wenn dann ein Wanderpokal! Es wurde der Vorschlag eingereicht einen Wanderpokal für den Ranglistenersten und/oder den Sieger des wichtigsten Turnieres, der WM, anzuschaffen. Um die Sache nun endgültig zu klären muss mal ein Pokal-Anschaffung-Arbeitskreis berufen werden.


Zahlungskräftige Sponsoren werden für uns wohl ein Traum bleiben. Selbst Chris, der in einem offiziellen Verein spielt und Fäden zu anderen Vereinen und Verbänden hat machte wenig oder besser gar keine Hoffnung. Besprochen wurde in diesem Zuge auch der La Buguette Flyer auf dem Blog, für den der Chefreporter Think kritisiert wurde. Dieser erhielt letztlich die Legitimation, aber keinen Persilschein. Weitere Werbung bedarf wohl einer weiteren Vollversammlung….


Nachdem im April kurzfristig die WM angekündigt wurde, kurz darauf sich aber nicht genügend Teilnehmer meldeten fand daraufhin kurzerhand ein Ausweichturnier, ein „Pot Black“ unter der Leitung Daniel Bodes statt. (Ich weiß der Bericht fehlt bis heute) Daniel ließ an diesem Abend eigenmächtig in diesem Jeder gegen Jeden Turnier auf zwei Gewinnframes spielen. Wie allerdings in dem Regelwerk für dieses Turnier in dem Aktenordner des Verbandspräsidenten nieder geschrieben ist wird in einem Pot Black Turnier aber nur auf einen Gewinnframe gespielt! Das dieser Ordner neben einer uralten Unterhose, auf dem der fade Geruch der Prinzessin der Liebe haftet, unter seinem Bett liegt spielt keine Rolle…Formfehler! Komisch, den früher schon wurden im Laufe eines Turnieres Gewinnframes geändert…. Soll dieses „Pot Black“ Turnier nun gewertet werden oder nicht? Nein, so die Abstimmung! Weniger der Formfehler, viel eher die kurfristige Ansetzung wurde unter der Vollversammlung massiv kritisiert! „Was da wurde ein Turnier gespielt?“ oder „na an nur einem Abend hätte ich doch gekonnt“ so der Tenor.

In diesem Zuge wurde angeregt, ich will nicht beschlossen sagen eher dringend erbeten, Turniere in Zukunft mindestens 3 Wochen im voraus anzukündigen. Gerade bei Blitzturnieren, die wie ich vorhersage in Zukunft öfters vorkommen werden, wird das nicht immer möglich sein. Ein Woche kann man jedoch schon versprechen.


Dürfen Vereinsspieler an unseren Turnieren teilnehmen oder nicht? Eigentlich nein, aber Natascha und Chris, da haben wir mal Ja gesagt. Eigentlich nur ein Randthema, das sich in den letzten Monaten hochgekocht hat…eigentlich, wie denn nun? Ja oder Nein? Einen Spieler der auf der Rangliste steht auszuschließen, das geht nicht! Ich erinnere da an die Ranglistedebatte im letzten Jahr, wo das einzige stichhaltige Argument Winkes’ Rechtsicherheit war. Doch was soll mit weiteren Vereinsspielern passieren? Aus der Klappstuhlgemeinde drängen vor allem Christian, um Verwechslungen zu vermeiden nenn ich ihn mal die Glatze und Jasmin. Beide wollten gerne „mal mitspielen“. Nicht um zu zeigen dass sie besser Billard spielen können oder um uns zu demütigen, sondern wegen des Wettkampfs. Und um Spaß zu haben. Eigentlich ist diese Motivation nicht verwerflich, oder? Chris, der Weltmeister, machte dies in seinem Plädoyer nochmals deutlich. Um den (vermeintlichen :P) Klassenunterschied zu nivellieren müssen Vereinsspieler mit einem vorbestimmten Handicap antreten. 60%- 80% wurden kolportiert. Grundsätzlich dürfen also Vereinsspieler teilnehmen!


Auch die Kürzung der WM auf drei Tage wurde schon früher diskutiert. Da die zeitlichen Zwänge bei uns allen mit zunehmendem Alter stärker werden wurde eine grundsätzliche Beschränkung auf drei Tage bejaht! Doch wie? Die Framezahl wollte man nicht kürzen, Chris brachte hier das in offiziellen Billardturnieren bekannte doppel K.O. System ins Gespräch. Schon früher hallte der Ruf nach einem neuen Turniermodus laut und hier machte sich das Fehlen des ultra konservativen Flügels bemerkbar. Wurden bereits früher alternative Modi vorgeschlagen und abgeschmettert zeigten sich die Anwesenden angetan von diesem Modus.

Unabhängig vom Reiz des Neuen, soll hier schieben und verschieben der Partien vereinfacht werden.

Es wurde beschlossen diesen Modus nächste WM zu testen.

Zu diesem Thema und zu weiteren revolutionären Verschlägen im speziellen kommt bald mehr…


Ich ziehe hier eine Zensur um eure Kommentare abzuwarten…ach was rede ich, ich habe Angst vor Bigbears Pranke, ich habe ihm versprochen das heute der Artikel kommt…