Dienstag, 27. März 2012

Eine Satzung brauchen wir, weil….

Das Jahr 2011 ging gerade zu Ende, nebenbei ebenso der ISWDPBWV. Mittlerweile ist eine gehörige Portion Gras gewachsen, was in Anbetracht der hitzigen Debatten vielleicht auch ganz gut war. Diskutiert wurde da, nein, gestritten, nein sachlich erörtert? Nein, nein...es war kontrovers im wahrsten Sinne.

Eine Rückblende…
Die WM 2011 ist geplatzt, stattdessen wurde ein Pot Black gespielt, ein Turnier welches nur Insider auf dem Zettel hatten. Was war das eigentlich? Zählt das?
Vereinsspieler drängten davor schon in unsere Reihen, eigentlich gut, willkommen geheißen wurden sie nicht. V e r e i n s s p i e l e r…es zu schreiben ist mühsam geworden.
Auf der folgenden Vollversammlung wurden diese Probleme sachlich besprochen und geklärt Hier müsse nun eigentlich ein Punkt stehen, ein Satzzeichen, eine Sinngrenze die etwas beendet. Doch beendet war noch lange nichts. Mit Winkes, Bodes und Bigbear fehlten wichtige S t ü t z e n des Verbandes (ein weiteres Unwort) aber vor allem auch Wortführer auf der Vollversammlung. Diese verstanden nicht, akzeptierten nicht und stellten gegen Ende des Jahres mehr und mehr in Frage.
Die Argumentation bekam eine Eigendynamik, die dafür sorgte, dass die Sache eigentlich nebensächlich wurde. Im Grunde ging es zum Teil ganz schlicht ums Recht haben, zum anderen aber ganz einfach um die Frage „wer hat nun was zu sagen“!? Die Vollversammlung als Machtorgan, soviel war klar, nichts. Winkes war kein starker Präsident, eher so etwas wie ein Schirmherr, Bodes, als letzte Turnierleitung, hatte schon frühzeitig gehörig die Nase voll, zum Schluss kam noch Benni der Revoluzzer, natürlich Vereinsspieler gegen Ex-Vereinsspieler und die Presse, die eh schreibt was sie will und sich im Hinterstübchen sogar noch diebisch über die Schlagzeilen freute. Es gab viele Fronten.

Also noch eine Vollversammlung....
Geführt wurde diese von Winkes und Benni im Wechsel, auf eine sagen wir mal emotional sachlichen Weise.
Winkes stellte trocken die Frage in den Raum wer sich denn auf was berufen will? Denn wir haben keine Satzung und somit (außer Erfahrungswerten) nichts zum berufen. Gekonnt zog er einen 13 seitigen Satzungsentwurf aus seinem kleinen Anwaltstäschchen, den er nachts zuvor in mühevoller Kleinarbeit ausgetüftelt…ehm…aus dem Internet gezaubert hat.
Nachdem er diesen Brocken in die Runde geworfen hat und doch tatsächlich gewillt war jeden einzelnen Punkt durch zu sprechen, waren die Mäuler erstmal gestopft.

Währen manche Punkte, zum Teil eigentlich wichtige oder zumindest interessante, im Eilgalopp abgehackt wurden, verbissen sich die Anwesenden in ihrer gewohnten und lieb gewonnenen Streitlustigkeit immer wieder in Details oder Formulierungen, was dem Ganzen zu guter letzt eine gewisse Komik auferlegte. Z.B. haben wir den Anspruch möglichst professionell aufzutreten. In Folge dessen wurde eine geschlagene dreiviertel Stunde über eine Kleiderordnung debattiert, mit dem Ergebnis, dass bei Turnieren alle bekleidet erscheinen müssen!

Das wichtigste kompakt: In Zukunft gibt es ein von der Vollversammlung auf zwei Jahre gewähltes fünfköpfiges Präsidium oder Vorstand (die Frage der Begrifflichkeit war ebenfalls Thema; nach meinen Aufzeichnungen haben wir uns auf Präsidium geeinigt, in der Satzung taucht komischer weise beides auf), welches über alle Fragen des Tagesgeschäfts und darüber hinaus entscheidet. Die Vollversammlung kann das Präsidium vorzeitig stürzen.
Das letztlich gewählte Präsidium besteht aus:
1. Vorsitzender: Winkes
2. Vorsitzender: Benni
Beisitzer: Christian
Schatzmeister: Dany
Schriftführer: Thorsten

Im Anschluss kam es noch zum Punkt „Sonstiges“, bei dem einmal mehr Christians Augen leuchteten, hatte er doch seit je her und auch diesmal wieder einige Ideen und Vorschläge in der Hinterhand.
Nach dem sich aber zu diesem Zeitpunkt längst alle den Mund fuselig geredet haben, einige der Spielerfrauen, die die Sitzung amüsiert mit Sekt verfolgten, volltrunken durch das Kolping Haus stolperten und zu guter letzt Danys Kopf bereits mehrmals mit der Tischplatte kollidierte einigte man sich diese Mammutsitzung zu beenden.
Vorher allerdings brachte Benni erneut das von Bodes geleitete Pot Black ins Gespräch. Winkes stellt klar, dass das Pot Black als Ausweichturnier, so zu sagen ein Bonbon, zu verstehen ist, welches für diejenigen gedacht war, die sich für die WM angemeldet hatten. Die erste Vollversammlung hat unter der Annahme, es sei ein ordentliches Turnier für jedermann gewesen, die Wertung wegen kurzer Ansetzung und Formfehler ab erkannt. Unter diesem neuen Gesichtspunkt hat die Neuabstimmung ergeben das Pot Black doch zu werten und mit 3 Ranglistenpunkten für den Sieger (2 für den Zweiten; 1 für den Rest) zu belohnen.

Fazit: Es ist so denke ich ein versöhnlicher Abschluss gewesen, bei dem niemand sein Gesicht verloren hat. Das nun erstmals installierte Gremium, welches die Entscheidungswege erheblich verkürzen wird und so ein ganzes Stück Bürokratie und hausgemachte Konflikte vermeidet, ist heterogen besetzt, so dass jeder Spieler einen geeigneten Ansprechpartner findet und die Interessen aller Mitglieder adäquat vertreten werden.
Es fehlt nur noch Bodes Rücktritt vom Rücktritt, dann könnte man sagen: Wir haben uns wieder lieb. :)

Ach so, eine Satzung brauchen wir, weil...

1 Kommentar:

BigBear hat gesagt…

... wir jetzt etwas schwarz auf weiß haben auf das wir uns nun jeder zeit berufen können.
Hätten wir diese schon mitte letztes Jahr gehabt, hätten wir uns 1/2 Jahr ärger erspart.

Aber wie heißts so schön:
Hätte, Hätte, Fahradkette

Hoffen wir für die Zukunft einfach das Beste.

Zum Bericht:
Mal wieder sehr schön geschrieben. Macht immer wieder Spaß deine Berichte zu lesen.