Donnerstag, 28. Mai 2009

Rangliste Mai 2009

Montag, 18. Mai 2009

BigBear Pruduction präsentiert:

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Master - 2. Teil

Das hat mal wieder gedauert, gebetsmühlenartig sage ich erneut Entschuldigung.

Ohne Umschweife zur Sache:


Die Viertelfinals, über ihre Gewichtung in der Rangliste noch diskutiert wurde und wird, erstmal aus sportlicher Sicht:

Der Herr Bodes gegen Sofie, ein Spiel ohne viele Worte. Beider spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten, mehr oder weniger auf Augenhöhe, letztlich ging es immer wieder um die „Acht“, die Daniel stets einen Schritt früher versenkte. Sofie fehlte das Erfolgserlebnis um Daniel unter Druck zu setzen und um das für einen Sieg nötige Selbstvertrauen zu bekommen. Die Titelverteidigerin kam letztlich unter die Räder und verlor 6:0.


Benni gegen den neuen Favoritenschreck Carolin! Aber Benni war ja nun wir erwähnt kein echter Favorit und so ging er auch ohne Furcht vor einer Blamage in dieses Spiel und zeigte, wie sie zu schlagen ist. Mit Können, Ruhe und Selbstbewusstsein. Damit war er Mischa einen Schritt voraus, der wohl im Achtelfinale gegen Carolin einfach die Nerven verloren hat. Trotz Handicaprückstand, unter dem Strich ein klares 6:2 für Benjamin.


Sabrina, die den Bigbear sauber in die Ecke gestellt hatte, durfte nun ihre Leistung gegen Thorsten mit dem Halbfinal krönen. Beide machten Fehler, aber beide zeigten auch, dass sie auf 4 Jahre Billard Erfahrungen zurückblicken konnten. Und so entstanden spannende und durchaus ansprechende Frames! Thorsten rehabilitierte sich hier für seine katastrophale Leistung bei der WM und war der glückliche Sieger! 6:4!


Das einzige Viertelfinale das über die volle Distanz ging, das damit zumindest auf dem Papier spannendste, Winkes gegen Markus. Beide schenkten sich nichts, beide hätten gewinnen können.

6:5 für Winkes!


Es folgten die packenden Halbfinals.

Das Los und die Setzliste wollten es so, es spielten die Großmäuler und die Underdogs gegeneinander um das Finale!


Thorsten - Benni

Thorsten war klar, Benni war und ist ihm wohl in allen Bereichen einen Tick voraus, Hoffnung schöpfte er aus der Tatsache, dass Konstanz für Benni ein Fremdwort ist und das er ihn bei den wichtigsten Turnieren in den letzten zwei Jahren stets schlagen konnte. Also Thorsten der Angstgegner von Benjamin? Es ging los, und was man nun auch feststellen musste, Thorsten ist ein begnadeter Auftaktspieler, zum wiederholten Male ein super Start! Aber leider muss man auch sagen Thorsten lässt immer wieder nach. Benni hatte einen guten Tag, legte seine Nervosität ab, glich aus, ging und Führung und setzte sich mit etwas Glück gar ab, er spielte gut. Die Futuramabegeisterung verbindet sie, das Können am Billardtisch trennt sie. Am Ende doch deutlich 7:3 für Benni.

Mit fairem und erstgemeintem Handschlag trennten sich die beiden, mit der gegenseitigen Zusicherung das Turnier der Sensationen perfekt machen und jeweils ihre Finals gewinnen zu wollen.

Bodes Winkes

Das zweite Halbfinale, für Zuschauer einfach ein Genuss, denn bei diesem Duell gönnt man einfach, man muss es schon so klar sagen, beiden die Niederlage und es macht Spaß dabei zuzusehen wie sie sich gegenseitig zerfleischen. Namen muss ich eigentlich gar nicht nennen, ich will die zwei auch nicht differenzieren, bei den Sprüchen geben sie sich doch beide soviel Mühe, und spielerisch stehen die beiden sowieso spätestens seit diesem Jahr auf einer Stufe. Das Duell der Großmäuler! Doch diese „Stufe“, es war an diesem Tag bei beiden nicht die höchste, es war nicht das erwartete Spitzenspiel und dennoch einen deutlichen Unterschied konnte man schon ausmachen. Bodes besser und schnell und klar in Führung! Eine fatale Schiedsrichterentscheidung trübte leider etwas seinen Triumph. Das Match ging bis 7, es stand 5:3, Bodes am Tisch. Die Sicht des Schiedsrichters war durch das voluminöses Kreuz Bodes‘ beeinträchtigt, er spielte auf die „Acht“, der Unparteiische sagte „Foul“. Was dem Schiri entgangen war, Bodes hatte seine Farben bereits in den Löchern versenkt und spielte korrekt auf die Schwarze! Er revidierte natürlich seine Entscheidung, doch Winkes war nach nettem Plausch unterwegs zurück vom Nachbartisch und hatte scheinbar nur „Foul“ gehört, Bodes wand sich verärgert ab und Winkes nahm die „Weiße“. Das war nun wirklich ein Foul und so etwas wie die Vorentscheidung. Am Ende 7:5.


Winkes schwankte nach seiner Halbfinalpleite und dem Ende seines Traums vom Turniersieg zwischen bedingungslosem Ehrgeiz und totaler Aufgabe, Thorsten, sein Gegner zwischen weltklasse und nutzlos. Und so entwickelte sich ein intensiv geführtes Spiel, bei dem Daniel anfangs demonstrierte wie man die Lustlosigkeit des Herrn Bodes beim kleinen Finale der WM, noch toppen kann. Thorsten hatte unbestritten mehr Interesse am dritten Platz, startet furios…und machte Fehler. Die Schwarze und die Weiße zugleich zu lochen, das war schon vor vier Jahren stümperhaft! Winkes bekam Oberwasser, Thorsten dennoch durchweg in Führung! Während Daniel überlegte ob er gewinnen ober verlieren wollte gesellte sich scheinbar noch ein weiteres Gefühl hinzu, Gönnen. Sagen konnte er so etwas natürlich nicht, beschimpfte seinen Gegner immer wieder als bodenlos schlecht, auch adresslose Ausrufe wie Arschloch oder Trottel waren keine Seltenheit…na na na, so viel zum Gentleman Sport, während allem immer wieder unnötige „Winkes-Fouls“. Wie dem auch sei, Thorsten versuchte es ein ums andere mal mit geglückten Wahnsinnstößen über Bande und wurde zurecht und verdient 3.!


Das eigentlichen Finale begann Benni locker flockig, lochte die Schwarze immer wieder gekonnt, auch wenn es eigentlich zu früh oder nicht seine Aufgabe war. 5:2 für Bodes, der durch den regelwidrigen Umgang seines Gegners mit der Schwarzen zu diesem Zeitpunkt sage und schreibe 3 Frames in Folge gewann. „Es stand 2:2 dann plötzlich 5:2 .... ab da hat aber meistens bloß noch er selbst gespielt, hat das Spiel an sich gerissen, und ich habe gar nichts mehr hinbekommen....“ – so die Worte Daniels. Erklärte sich das mit mangeldem Schlaf und der der Arbeit, soviel die Worte zu ihm, was sind Bennis Worte, was soll ich zu ihm schreiben? Vielleicht so etwas: Herzlichen Glückwunsch zum Mastersieg 2009! 8:6!


Noch ein kurzes Wort zur Siegerehrung, Winkes nahm die Urkunde des Viert platzierten nicht an! Annehmen und wegwerfen, das wäre durchaus legitim gewesen, nichtannehmen ist beleidigend! Gentleman? Daniel hat seine eigene Auslegung davon.


Wie nach der WM will ich noch kurz einen Überblick über weitere Artikel geben. Es war nach aktuellem Stand das letzte Turnier, das von unserem Daniel allein veranstaltet und organisiert wurde. Daniel tritt mit Abschluss dieses Artikels und damit mit Abschluss des Masters offiziell als Turnierleitung zurück. Um das jetzt mal nicht zu dramatisieren, das ist nicht das Ende, es ist nur ein neues Kapitel. Darüber wir es ein Bericht geben, dazu kommt demnächst eine aktuelle Rangliste sowie ein Artikel über die „Side-Events“ der vergangenen Tagen und Wochen. (Gandyra und der Besenstil) Zeitlich festlegen tue ich mich ab sofort lieber nichtmehr!

Sonntag, 10. Mai 2009

Master - 1. Teil

Der Tag der Arbeit, der 1. Mai. Während andere sich die Zeit mit Krawallen und Demonstrationen vertreiben oder wieder andere einfach nur den Feiertag genossen, versammelten sich nach und nach die 16 Teilnehmer und zahlreiche Zuschauer im Klappstuhl zum Billard Master 2009!

Master heißt, KO-System ab der ersten Runde! Zu den 8 führenden der Rangliste und den damit gesetzten Spielern wurde durch unsere charmante Glücksfee Canan der Rest gelost. Und sie hatte genau wie Delia bereits bei der WM ein Händchen für spannende Duelle!


Die Stimmung im Vorfeld war klar, die Favoriten strotzten nur so vor Selbstvertrauen, allen voran natürlich Daniel Winkes („Ich habe abgesehen von Werner vor niemandem Angst, das Finale ist das Minimalziel!“), Daniel Bodes („Da Christian und Mischa im anderen Zweig sind ist mein Ziel klar das Finale, Christian ist natürlich der Favorit, vorm Winkes hab ich keine Angst, der hat nichts drauf!“) und Christian („Ich bin der Topfavorit, auch Werner oder Bodes sind nicht zu unterschätzen, eventuell Winkes.“). Ihre respektlosen, ja fast geschmacklosen Äußerungen gegenüber weiteren Mitspielern machte sie damit nicht gerade zu Publikumslieblingen, Gentleman wir bei uns wohl klein geschrieben. Dazu morgen noch mehr.


Doch wie sie sich irrten! Während ich meinem WM Bericht noch die Überschrift „Gewinner Verlierer und Skandale“ gab, hätte ich diesem Bericht gut und gerne den Titel „Gewinner Verlierer und Sensationen“ geben können.


Winkes, der Ranglistenerste, der wie bereits erwähnt von seinen acht möglichen Gegner nur vor Werner Angst hatte, bekam es mit…Werner zutun! In den letzten drei Wochen bewies unser Daniel, dass wohl keiner soviel Ehrgeiz beim Billard entwickeln kann wie er, trainierte heimlich mit Buch und Queue und stellte seine Fortschritte in diesem Spiel eindrucksvoll zur Schau. 5:1 und wohl gleich zu Beginn sein bestes Spiel in diesem Turnier!

Werner dagegen war nach dieser Niederlage schnell wieder verschwunden, hoffentlich nicht wieder für zwei Jahre…


Der andere Daniel, ebenfalls ein Favorit, musste gegen unsere beliebte Quatschtante Daniela ran. Bodes, der schon bei der Auslosung sein bescheidenes Gewinnerlächeln aufsetzte, musste im Laufe des Matches hin und wieder überraschend schlucken, denn Daniela spielte gut! Ich behaupte, ihr fehlte einfach der Mut zum Sieg, denn sie versenkte souverän und konsequent ihre sieben Kugeln, doch wenn es um die Schwarze ging machte sie immer wieder grobe und entscheidende Fehler. 5:0.


Neben Daniela waren noch vier weiter weibliche Kandidatinnen im Rennen, Sofie, Carolin, Julia und Sabrina. Zunächst zu Sofie, die aus meiner Sicht die am meisten unterschätzte Spielerin in unseren Reihen ist, sie bekam es mit unserem „Rambo-Klaus“ zutun. Klaus, der mir die Bemerkung hoffentlich nicht übel nimmt, prügelt die Kugeln gerne mal quer-Feld-ein über den Tisch, zwar mit überraschendem Erfolg, jedoch brach im die in diesem Jahr neue „Ansageregel“ wohl das Genick. Sofie besiegte ihn mit Ruhe und einer aufreizender Gelassenheit. 5:1.


Damit zum Duell der Unscheinbaren, Benjamin gegen Julia. Beiden hätte man das Viertelfinale zugetraut, aber wenn man ehrlich ist eigentlich auch nicht mehr. Bevor das Teilnehmerfeld größer wurde war Benni eine angesagte Adresse, aber nachdem dies nun geschehen ist verkam der smarte Sympathieträger in den letzten Turnieren mehr und mehr zur grauen Maus. Vielleicht war Julia der richtige Aufbaugegner, ihr fehlt noch ein Stück um das Teilnehmerfeld aufzumischen, vielleicht fehlt ihr noch der Killerinstinkt, vielleicht kam das Master kurz nach der WM für sie zu früh, sie verlor leider deutlich 5:1.


Ihr merkt schon, bisher gab es keine größeren Überraschungen, genauso hab ich es vermieden auf die bisherigen Weltmeister einzugehen. Das hat natürlich seinen Grund!

Christian lächelte trotz des 3:0 Handicaprückstandes gegen Sabrina, er spielte ganz entspannt auf, auch als sie ihre ersten Frame gewinnen konnte. Christian lächelte beim 4:3 spielte wie gewohnt gut 4:4, Christian lächelte und war entspannt, doch plötzlich donnernder Applaus! 5:4! Gegen Christian! Und der Weltmeister lächelte weiter, aber es war ein gequältes Lächeln als es das Lokal verlies und nach Hause fuhr!

Tosender Applaus für Sabrina!


Der andere Weltmeister, Mischa, ein eigentlich fairer Sportsmann mit lockeren Sprüchen und als Gegner gefürchtet, musste gegen die liebe und nette Carolin antreten. Lieb und nett und immer wieder ein angenehmer Punktelieferant. Doch zu Mitte der Partie wurde bereits deutlich das beide etwas an ihrem Image ändern wollten. Mischa fluchte immer wieder laut, nichts wars mit lockeren Sprüchen, Carolin hatte ihm mit ihrem zerstörerischen Spiel den Zahn gezogen, 5:2, sensationell! Und was man auch klar sagen muss, das war nicht unverdient!


Fehlen noch zwei Duelle, zu denen ich allerdings nur wenig sagen kann oder will.

Markus gegen Marcus, fernab allen Beobachtern spielten beide eine gewohnt ruhiges und ausgeglichenes Match, 5:2 für den WM Dritten.

Zuletzt noch Thorsten gegen Florian, mit niveauvoller Konversation, aber niveauarmem Spiel setzte sich Thorsten zu deutlich aber verdient 5:0 durch.


Der zweite Teil kommt übermorgen!!