Das hat mal wieder gedauert, gebetsmühlenartig sage ich erneut Entschuldigung.
Ohne Umschweife zur Sache:
Die Viertelfinals, über ihre Gewichtung in der Rangliste noch diskutiert wurde und wird, erstmal aus sportlicher Sicht:
Der Herr Bodes gegen Sofie, ein Spiel ohne viele Worte. Beider spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten, mehr oder weniger auf Augenhöhe, letztlich ging es immer wieder um die „Acht“, die Daniel stets einen Schritt früher versenkte. Sofie fehlte das Erfolgserlebnis um Daniel unter Druck zu setzen und um das für einen Sieg nötige Selbstvertrauen zu bekommen. Die Titelverteidigerin kam letztlich unter die Räder und verlor 6:0.
Benni gegen den neuen Favoritenschreck Carolin! Aber Benni war ja nun wir erwähnt kein echter Favorit und so ging er auch ohne Furcht vor einer Blamage in dieses Spiel und zeigte, wie sie zu schlagen ist. Mit Können, Ruhe und Selbstbewusstsein. Damit war er Mischa einen Schritt voraus, der wohl im Achtelfinale gegen Carolin einfach die Nerven verloren hat. Trotz Handicaprückstand, unter dem Strich ein klares 6:2 für Benjamin.
Sabrina, die den Bigbear sauber in die Ecke gestellt hatte, durfte nun ihre Leistung gegen Thorsten mit dem Halbfinal krönen. Beide machten Fehler, aber beide zeigten auch, dass sie auf 4 Jahre Billard Erfahrungen zurückblicken konnten. Und so entstanden spannende und durchaus ansprechende Frames! Thorsten rehabilitierte sich hier für seine katastrophale Leistung bei der WM und war der glückliche Sieger! 6:4!
Das einzige Viertelfinale das über die volle Distanz ging, das damit zumindest auf dem Papier spannendste, Winkes gegen Markus. Beide schenkten sich nichts, beide hätten gewinnen können.
6:5 für Winkes!
Es folgten die packenden Halbfinals.
Das Los und die Setzliste wollten es so, es spielten die Großmäuler und die Underdogs gegeneinander um das Finale!
Thorsten - Benni
Thorsten war klar, Benni war und ist ihm wohl in allen Bereichen einen Tick voraus, Hoffnung schöpfte er aus der Tatsache, dass Konstanz für Benni ein Fremdwort ist und das er ihn bei den wichtigsten Turnieren in den letzten zwei Jahren stets schlagen konnte. Also Thorsten der Angstgegner von Benjamin? Es ging los, und was man nun auch feststellen musste, Thorsten ist ein begnadeter Auftaktspieler, zum wiederholten Male ein super Start! Aber leider muss man auch sagen Thorsten lässt immer wieder nach. Benni hatte einen guten Tag, legte seine Nervosität ab, glich aus, ging und Führung und setzte sich mit etwas Glück gar ab, er spielte gut. Die Futuramabegeisterung verbindet sie, das Können am Billardtisch trennt sie. Am Ende doch deutlich 7:3 für Benni.
Mit fairem und erstgemeintem Handschlag trennten sich die beiden, mit der gegenseitigen Zusicherung das Turnier der Sensationen perfekt machen und jeweils ihre Finals gewinnen zu wollen.
Das zweite Halbfinale, für Zuschauer einfach ein Genuss, denn bei diesem Duell gönnt man einfach, man muss es schon so klar sagen, beiden die Niederlage und es macht Spaß dabei zuzusehen wie sie sich gegenseitig zerfleischen. Namen muss ich eigentlich gar nicht nennen, ich will die zwei auch nicht differenzieren, bei den Sprüchen geben sie sich doch beide soviel Mühe, und spielerisch stehen die beiden sowieso spätestens seit diesem Jahr auf einer Stufe. Das Duell der Großmäuler! Doch diese „Stufe“, es war an diesem Tag bei beiden nicht die höchste, es war nicht das erwartete Spitzenspiel und dennoch einen deutlichen Unterschied konnte man schon ausmachen. Bodes besser und schnell und klar in Führung! Eine fatale Schiedsrichterentscheidung trübte leider etwas seinen Triumph. Das Match ging bis 7, es stand 5:3, Bodes am Tisch. Die Sicht des Schiedsrichters war durch das voluminöses Kreuz Bodes‘ beeinträchtigt, er spielte auf die „Acht“, der Unparteiische sagte „Foul“. Was dem Schiri entgangen war, Bodes hatte seine Farben bereits in den Löchern versenkt und spielte korrekt auf die Schwarze! Er revidierte natürlich seine Entscheidung, doch Winkes war nach nettem Plausch unterwegs zurück vom Nachbartisch und hatte scheinbar nur „Foul“ gehört, Bodes wand sich verärgert ab und Winkes nahm die „Weiße“. Das war nun wirklich ein Foul und so etwas wie die Vorentscheidung. Am Ende 7:5.
Winkes schwankte nach seiner Halbfinalpleite und dem Ende seines Traums vom Turniersieg zwischen bedingungslosem Ehrgeiz und totaler Aufgabe, Thorsten, sein Gegner zwischen weltklasse und nutzlos. Und so entwickelte sich ein intensiv geführtes Spiel, bei dem Daniel anfangs demonstrierte wie man die Lustlosigkeit des Herrn Bodes beim kleinen Finale der WM, noch toppen kann. Thorsten hatte unbestritten mehr Interesse am dritten Platz, startet furios…und machte Fehler. Die Schwarze und die Weiße zugleich zu lochen, das war schon vor vier Jahren stümperhaft! Winkes bekam Oberwasser, Thorsten dennoch durchweg in Führung! Während Daniel überlegte ob er gewinnen ober verlieren wollte gesellte sich scheinbar noch ein weiteres Gefühl hinzu, Gönnen. Sagen konnte er so etwas natürlich nicht, beschimpfte seinen Gegner immer wieder als bodenlos schlecht, auch adresslose Ausrufe wie Arschloch oder Trottel waren keine Seltenheit…na na na, so viel zum Gentleman Sport, während allem immer wieder unnötige „Winkes-Fouls“. Wie dem auch sei, Thorsten versuchte es ein ums andere mal mit geglückten Wahnsinnstößen über Bande und wurde zurecht und verdient 3.!
Das eigentlichen Finale begann Benni locker flockig, lochte die Schwarze immer wieder gekonnt, auch wenn es eigentlich zu früh oder nicht seine Aufgabe war. 5:2 für Bodes, der durch den regelwidrigen Umgang seines Gegners mit der Schwarzen zu diesem Zeitpunkt sage und schreibe 3 Frames in Folge gewann. „Es stand 2:2 dann plötzlich 5:2 .... ab da hat aber meistens bloß noch er selbst gespielt, hat das Spiel an sich gerissen, und ich habe gar nichts mehr hinbekommen....“ – so die Worte Daniels. Erklärte sich das mit mangeldem Schlaf und der der Arbeit, soviel die Worte zu ihm, was sind Bennis Worte, was soll ich zu ihm schreiben? Vielleicht so etwas: Herzlichen Glückwunsch zum Mastersieg 2009! 8:6!
Noch ein kurzes Wort zur Siegerehrung, Winkes nahm die Urkunde des Viert platzierten nicht an! Annehmen und wegwerfen, das wäre durchaus legitim gewesen, nichtannehmen ist beleidigend! Gentleman? Daniel hat seine eigene Auslegung davon.
Wie nach der WM will ich noch kurz einen Überblick über weitere Artikel geben. Es war nach aktuellem Stand das letzte Turnier, das von unserem Daniel allein veranstaltet und organisiert wurde. Daniel tritt mit Abschluss dieses Artikels und damit mit Abschluss des Masters offiziell als Turnierleitung zurück. Um das jetzt mal nicht zu dramatisieren, das ist nicht das Ende, es ist nur ein neues Kapitel. Darüber wir es ein Bericht geben, dazu kommt demnächst eine aktuelle Rangliste sowie ein Artikel über die „Side-Events“ der vergangenen Tagen und Wochen. (Gandyra und der Besenstil) Zeitlich festlegen tue ich mich ab sofort lieber nichtmehr!
4 Kommentare:
Zuerst einmal ein paar Richtigstellungen aus meiner Sicht:
-Das Spiel gegen die Sofie war meiner nach nicht auf Augenhöhe. Im Gegensatz zur Dany hatte ich es stets im Griff.
-Außerdem war ich bei der WM im Spiel um Platz 3 mit Sicherheit nicht lustlos, ich habe lediglich meine Form verloren und nicht gefunden. Das gleiche jetzt wieder gegen den benni
-Und zum Winkes und zum 4. platz. ich hätte an seiner stelle so ähnlich gehandelt; wahrscheinlich nicht so drastisch wie er, aber ich muss ihm recht geben, das es für den 4. Platz keine Urkunde geben sollte. Da käme ich mir an seiner Stelle auch verarscht vor. Genauso hätte ich mich gefühlt wenn ich so etwas bei der WM für meinen 4. Platz bekommen hätte.
Soviel zu meiner Sicht der Dinge.
Ich freue mich schon auf die zukunft unseres Verbandes/Vereins!!
Lg, Daniel B. ( aka Großmaul1 )
zum 1 punkt, hab das spiel ja nicht sehen können, musste mich da auf sofies aussage verlassen - daher eine richtigstellung aus deiner sicht sicher gerechtfertigt.
2. man kann doch nicht von heute auf morgen seine form verlieren?!? erst recht nicht von vorhin bis eben.
da muss ich dir widersprechen. die motivation im kleinen finale ist sicher eine andere, als wenn man im großen finale steht, und bei jedem verschieden. ich nutze meine journalistische freiheit und nenne es lustlos!
3. gut, der gedanke war, wenn schon der 3 und 4 platz ausgespielt und benannt wird, soll es auch eine belohnung bzw urkunde dafür geben.
das war nun auf jedenfall das letzte mal das es sowas gab. eine beleidigung ist es trotzdem.
und, db, geht bei dir eine lampe an wenn ich nen post veröffentliche? ich schreibe was und schwubs bist du on :P
zur Urkunde für den vierten Platz:
Ich finde eine Urkunde anzunehmen und dann wegzuwerfen wäre weitaus beleidigender.
Und ich habe die Urkunde für den vierten Platz ja noch in meiner Funktion als Verbandspräsident als nicht korrekt abgelehnt. Somit kann ich wiederum als spieler eine mir nicht zustehende weil nicht offiziell anerkannte Urkunde nicht annehmen.
wirklich gut rausgewunden, winkes^^
als spieler bist du damit aus dem schneider.
aber gut, es bleibt schade um das papier :P
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