Mittwoch, 28. April 2010

Nachlese

Es gibt wohl keinen Begriff der bei dieser WM mehr gebraucht wurde, Skandal! Ich wehre mich gegen die inflationäre Abnutzung meines Lieblingswortes und bezeichne das letzte Turnier aus mehreren Punkten einfach mal als nicht optimal.

Da sich die Turnierleitung erfrischend selbstkritisch zeigt bleibt hier die große Schelte erstmal aus, es folgte eine kurze Zusammenfassung.


Die Tische im Billardcafe Klappstuhl spiegeln das Fazit des Turniers wieder. Die Meldung die Tische wären neu bezogen stimmte nur zur Hälfte. Drei der Sechs Tische waren in Top Zustand, der Rest alles andere als das. Gespielt wurde auf allen.


Der Kulanzrahmen was die Spielansetzungen betrifft wurde dieses Turnier deutlich überzogen. ‚Kannst du heute nicht, spielst du morgen‘ – war mindestens einmal zu oft das Motto. Mit der Uhrzeit sollte man nicht so streng sein, es ist ein Amateurturnier und jeder hat noch Beruf, Studium und Familie. Allerdings muss bei allem Spielraum die grobe Planung schon eingehalten werden. Zwei Tage Gruppenspiele, Viertelfinale, dann Halbfinale und Finale. In diesem Rahmen sind, so finde ich, alle Verschiebungen und Verzögerungen ok, doch darüber hinaus darf es nicht gehen.

Ein weiterer Kritikpunkt bei der WM war das zu homogene Handicap! Wer hat noch gesagt, dass das Teilnehmerfeld enger zusammengerückt ist? Das Handicapsystem, welches auch durch meine Fürsprache eingeführt wurde, ist natürlich nur so gut (oder fair) wie die Rangliste. Auch hier stimmte die Turnierleitung einer Überarbeitung zu. Das Handicap muss einfach sensibler werden. Das würde man schon erreichen, wenn man über eine neue kaufmännische Rundung nachdenken würde. Über das Thema wird noch viel geredet werden, mehr davon bei der neuen Rangliste.


So manch eine Frage bleibt wohl unbeantwortet, wer hat an unserem Turnierberichtsbogen einen Zettel rausgerissen? Wer hat den Zähler bei der Partie Thorsten gegen Werner auf 2:2 verstellt?


Eines liegt mir noch am Herzen. Hier wird nichts gelöscht, nichts geschönt und nichts zensiert, wenn ich als Administrator doch eingreife und etwas lösche handelt es sich um eine Marketingstrategie um den Spannungsbogen zu steigern, um ein Experiment oder um Werbung und Spam. Falls urheberrechtliche Probleme auftreten bitten eine eMail…

Damit bleibt das Bigbearvideo!

Mittwoch, 14. April 2010

Ball in Hand

Eine Kolumne von euch für euch, gebt euren Senf ab – heute Bigbear!

Die 6. ISWDBWM ist beendet und es gibt viel zu berichten.
Als aller erstes möchte ich die äußerst mangelnde Disziplin und Zuverlässigkeit der meisten Teilnehmer anprangern. Ich habe in meiner langjährigen Billardkarriere kein einziges offizielles bzw. inoffizielles Turnier mit einem ähnlichen Durcheinander erleben müssen.
Eine gewisse Flexibilität gestehe ich ja durchaus zu, aber am eigentlichen Viertelfinaltag noch Vorrunden Spiele und am Finaltag noch Viertelfinals geht doch deutlich zu weit. Diesbezüglich erwarte ich von der Turnierleitung bei künftigen Turnieren strenger durchzugreifen.
Da bin ich froh diesmal nicht mitgemacht haben zu können, da ich mich sonst nur wieder von Anfang bis Ende hätte aufregen müssen.

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären: Meine Nichtteilnahme am Turnier.
Diese hatte weder mit den Ereignissen des Grand Prix, noch mit Sonstigen von der Presse verteilten Gerüchten zu tun. An dieser Stelle sei auch noch mal kurz erwähnt das ich den GP
souverän gewonnen habe.
Es war mir diesmal leider aus Zeitgründen nicht möglich das Turnier zu bestreiten.

Kommen wir nun zu dem Résumé des Turniers. Da ich die Gruppenphase nicht live miterleben konnte, werde ich darüber nicht viele Worte verlieren. Wobei es wohl bis auf die plötzliche Aufgabe eines neuen Teilnehmers keine sonderlich großen Überraschungen gab.

Die Viertelfinals:
In den Viertelfinals konnte Werner sich seinen Sieg von 7:6 über Markus nur schwer erkämpfen. Werner bestätigte mehrmals, dass er aufgrund mangelnder Spielpraxis abgebaut habe und seine Gegner seit seiner letzten Turnierteilnahme sich stark verbessert hätten.
Im Spiel Daniel vs. Daniel (das wohl am meist erhoffte Duell des Turniers) konnte sich Winkes mit einem 7:3 deutlich absetzten, wobei es nach eigenen Angaben auch anders hätte ausgehen können.
Der Newcomer Christian gewann wie zu erwarten war deutlich gegen Carolin 7:2.
Im letzten Viertelfinale, das sich auf den Finaltag verschob, sicherte sich Thorsten nach einem äußerst spannenden letzten Spiel einen 7:6 Sieg über Mischa.

Die Halbfinals:
Winkes verlor wie auch schon in der Hinrunde DEUTLICH mit 2:9 gegen Christian.
Aufgrund des Zeitmangels wurden alle folgenden Spiele auf 7 Siegframes gekürzt, und Werner konnte sich auf der kürzeren Distanz mit 7:3 gegen Thorsten durchsetzten.

Die Finals:
Im Spiel um den 3. Platz traten sich Winkes und Thorsten einen Tag nach dem eigentlichen Turnier gegenüber. Thorsten konnte an seine Leistung des Vortages leider nicht anknüpfen und verlor kläglich mit 1:7 ( inkl. dem gewonnenen Handicapframe).
Im Spiel um den Titel konnte sich der Newcomer Christian in einem spannenden Duell gegen Werner mit 7:4 durchsetzten.
Herzlichen Glückwunsch meinerseits.

Abschließend möchte ich noch erwähnen das Thorsten sein Spiel meiner Meinung nach deutlich verbessert hat, und denke das er demnächst öfter in den Spielen um einen Podeumsplatz anzutreffen sein wird.
Für das nächste Turnier wünsche ich mir wieder eine regere Teilnahme und vor allem einen geregelteren Ablauf. Denn dadurch wird der Spaß am Spiel meiner Meinung nach zusätzlich gefördert.

Bis dahin wünsch ich allen Teilnehmern des Turniers weiterhin Gut Stoß!
Euer BigBear

Sonntag, 11. April 2010

Goliath ohne David

Schade, schade Sofie, da war mehr drin! In den abschließenden Gruppenspielen unterlag Markus völlig überraschend 5:3 gegen Andy und hatte Glück, das Sofie krankheitsbedingt das Turnier beenden musste. So kam es zu den vorhergesehenen KO Spielen.

Die umstritten nachgerückte Carolin blieb ohne Turniersieg und unterlag Christian klar und deutlich 7:1 (5:1). War der Respekt zu groß? Oder war ihr das Nachrücken gar selbst unangenehm? Denn Spielerisch hat sie die rote Laterne sicher abgegeben und konnte zum oberen Mittelfeld der Rangliste aufschließen.

Die weiteren Viertelfinals waren durchweg hart umkämpft und völlig offen.

Daniel gegen Daniel, mittlerweile ein Klassiker, ein Genuss! Bodes mit dem besseren Start, doch dann immer wieder mit Fehlern. Was ist nur los mit ihm? Regelmäßig fertigt er in den Gruppenspielen seine Gegner ab und lässt dann in entscheidenden Momenten gegen ebenwürdige Gegner die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen! Immer wieder geht er frühzeitig zu viel Risiko und bringt damit seinen Gegner zurück ins Spiel. Immer wieder missglückte Versuche über die Bande, was Winkes zu nutzen verstand und Bodes „auskonterte“. Winkes zog verdient in die nächste Runde ein, zurück blieb ein exzellenter Billardkönner, der erneut am großen Wurf scheiterte.

Es wäre ohne dieses Duell keine Billard WM. Ebenfalls als Klassik zu bezeichnen ist wohl die Paarung Thorsten gegen Mischa. Mischa spielte eine hervorragende Vorrunde, wurde hoch gehandelt, stand allerdings wegen Margen Darm Problemen ebenfalls kurz vor der Absage. Davon lässt sich ein echter Champion jedoch nicht beeindrucken, von einem überragenden Thorsten jedoch schon! Nicht glücklich, sondern gekonnt spielte Thorsten wohl sein bestes Turnierspiel überhaupt und lag in einer technisch ebenfalls ansprechenden Partie bereits 6:2 in Führung. Doch Mischa schüttelte sich kurz und kam mit kontrolliertem Risiko nochmals heran! 6:3, 6:4, 6:5, 6:6! Was war denn hier los? Im letzten Frame setzte sich Thorsten schließlich nervenstark durch und zog ins Halbfinale ein.

Werner außer Form oder sind die Gegner doch besser geworden? Auf einen Durchmarsch wie 2006 beim legendären Gandyrafinale konnte der smarte Familienvater nicht hoffen. Zumindest an den Anrufen seiner Frau hat sich bis heute nichts gehändert. Immer wieder war in diesem Zusammenhang mangelnde Spielpraxis zu hören, naja da hatte er ja mit dem kriselnden und glücklichen Viertelfinalisten Markus den richtigen Gegner. Den Vergleich Sofie – Markus hätte ich bei diesem Turnier gerne gesehen, seis drum. Wie gesagt, beide mit Problemen und nicht so souverän wie erwartet, daher erwartungsgemäß ein enges Spiel. Wer war besser, wer hat es eher verdient? Schwer zu sagen. 7:6 für Werner.

In den Halbfinals nur Favoritensiege.
Die Winkesfamilie hat im dritten Versuch Christian zu stoppen zum dritten Mal versagt. Daniel war einfach zu zahm! Verdammt, es ist nicht der Gandyra! Daniel warum so schlecht? 9:2.

Werner war sich seines Sieges gegen Thorsten schon vor dem ersten Stoß gewiss, daher sackten seine Mundwinkes merklich herab, als der Underdog erneut gut begann und 2:1 in Führung ging.
Leider baute dieser an diesem späten Abend mehr und mehr ab und konnte sowohl das Niveau als auch den Anschluss nicht halten. Werner meisterte souverän die „Saves“ seines Gegenübers und sicherte sich das Finale!

Insgesamt haben Christian und Werner wohl verdient das Finale erreicht und sind zurecht die besten Spieler des Turniers. Die Zuschauer des Finales werden sich trotzdem geärgert haben, denn beide sind schlagbar. Beide Spieler mit ausgezeichnetem Wissen über die Billardtheorie, was man im Ansatz auch sehen konnte. Doch beide schielten immer wieder mit mehr als einem Auge auf die Ablage, wodurch die ein oder andere Kugel nicht das Loch, sondern nur die harte Bande fand. Besonders Werner ignorierte oft eine gute Position auf eine schwer zu spielende Kugel und versuchte es ein ums andere Mal mit der großen Kunst des Effets. Christian wohl durch seine gefühlte 3 Meter Körpergröße zu einschüchtern für die Konkurrenz und alles in allem verdienter Weltmeister. Glückwunsch!

Im Spiel um Platz drei, welches mit 16 stündiger Verspätung begann , zeigte Winkes seine ganze Klasse und fertigte den erneut nicht schlechten Thorsten ab. Warum denn nicht schon gegen Christian?!?

Abschließend, wenn wir nur in ein Lokal gingen um dort Billard zu spielen, wäre es doch langweilig. Und so möchte ich dieses Turnier als erneuten Erfolg feiern, denn trotz Organisationchaos, neue Tische, Handicap, Rangliste und all den strittigen Entscheidungen und Debatten, wir haben etwas zu erzählen!
Trotzdem werden natürlich die Skandale in einem Nachbericht intensiv beleuchtet.^^

Mittwoch, 7. April 2010

Ready to Rumble

Herzlich willkommen Liebe Billardfreunde, zur 6. inoffiziellen südwestdeutschen Billard Weltmeisterschaft! Die Zeit rennt, mehr denn je, daher hier nun Vor- und Zwischenbericht in einem.


Leider mussten einige etablierte Stammkräfte absagen, darunter auch der amtierender Mastersieger und Sympathieträger Benjamin. Beruf und Ausbildung geht natürlich vor, trotzdem schade! Des weiteren Marcus und Natascha und, der eigentliche Hammer, auch Christian alias Bigbear verzichtete auf seine Teilnahme! Nach eigenen Aussagen fühle er sich nach den Nervenaufreibenden Billardschlachten beim vergangenen Grand Prix ausgebrannt und verbraucht. Ob er seine Karriere fortsetzen kann bleibt abzuwarten.

Erhalten bleibt er uns trotzdem, auch bei diesem Turnier, nämlich als Co Moderator und Billardexperte an meiner Seite.

Neben diesen Verlusten gab es jedoch auch einige Neueinsteiger im Teilnehmerfeld. Carolin, die einstmals nette kleine Schwester wird mehr und mehr zur Talentschmiede. Neben dem mittlerweile Wertgeschätzten und gefürchteten Markus kamen noch Joachim oder „Jojo“ und nun noch der Inder Andy zu uns.

Auch ein weiterer Neueinsteiger schlug hohe Wellen. Bigbear witzelte bereits vor Turnierstart, wir hätten uns den nächsten Billardgott ins Boot geholt. Christian heißt er, Vereinsspieler, riesen groß und filigran mit dem Queue. Gegen den Status ‚Topfavorit‘ wehrt er sich vehement, allerdings auch genauso ungeschickt. Auf ihn ist zu achten!


Die Gruppenphase:


In Gruppe A fanden sich neben dem gesetzten Mischa noch Joachim, Julia und Werner wieder. Gut gelaunt, flapsig, locker und sympathisch, schön das du dabei bist, Werner! In Sachen Billard stahl ihm aber ein anderer die Show: Mischa! Bärenstark! Ihm gelang fast alles, spielte ohne Krampf und ungeheuer gekonnt, drei Spiele drei Siege 15:5 Frames. Für Julia reicht es leider noch nicht fürs Viertelfinale, ihr bleibt der Trost von verschiedenen Seiten enormes Potential bescheinigt bekommen zu haben. Auch Joachim mit guten Ansätzen, doch der trickreiche Werner ergatterte sich letztlich verdient das zweite Viertelfinalticket.


In Gruppe B war Markus Otti gesetzt, Thorsten, Sofie und der neue Andy bekamen es mit ihm zutun. Markus wurde in seinem bisher einzigen Spiel der Favoritenrolle nicht gerecht, gewann nur knapp gegen einen sehr stark aufspielenden Thorsten. Andy dagegen zu Beginn unsicher, verlor gegen Sofie klar, lag auch gegen Thorsten zurück, hatte dann aber immer wieder geniale Momente und holte ein 0:3 noch auf. Ein echtes Kampfspiel, 5:3 für Thorsten. Davon ausgehend das Otti seine zum jetzigen Zeitpunkt noch ausstehenden Partien gegen Sofie und Andy gewinnt, kam es zum vermeintlich vorgezogenen Showdown zwischen Thorsten und Sofie. Kein Leckerbissen, dennoch Sofie sehr konzentriert und besser im Spiel und jeweils 2:0, dann 4:2 in Führung. Thorsten ging mit einem wahren Kraftakt und guter Moral als Sieger aus dieser Billardschlacht! Aber, es ist noch nichts entschieden, Sofie hat es immer noch in ihrer Hand. Gewinnt sie gegen Markus werden die Rechenschieder gebraucht!


Gruppe C eher unspektakulär, Daniel Bodes gab sich keine Blöße und sicherte sich mit Siegen gegen Carolin und ebenfalls Newcomer Joel den Gruppensieg. Joel, durchaus nicht untalentiert und auf dem 2. Platz liegend, gab nach der Gruppenphase völlig überraschend auf! Damit steht Carolin ohne Sieg im Viertelfinale! Es riecht nach Skandal, dazu zum späteren Zeitpunkt mehr.


Abschießend Gruppe D, ebenfalls eine 3er Gruppe, mit Winkes, Topfavorit in Spe Christian und Sabrina. Christian setzte gleich mal ein Ausrufezeichen und fertigte Winkes 5:1 ab, na sowas. Auch Sabrina ging gegen Christian unter. Die arme Sabrina, erneut mit Lospech, ließ sich auch anfangs etwas hängen. Aber liebe Sabrina, nicht so bescheiden! Immerhin bist du die einzige die Bigbear in einem Turnierspiel geschlagen hat! Im entscheidenden Spiel gegen Winkes zeigte sie was sie kann. Sie verkaufte sich so teuer wie möglich und legte einen richtig guten Auftritt hin. 4:3 war sie in Führung, schrammt aber dennoch an der Sensation vorbei und verlor unverdient gegen den völlig indisponierten Daniel! Lieber Herr Winkes, da müssen sie sich wohl noch etwas steigern, ansonsten droht nur Gelächter über deine an den Tag gelegte Arroganz ;)


Die voraussichtlichen Viertelfinals:

Thorsten – Mischa (noch unsicher)

Christian – Carolin

Winkes – Bodes (yeehaa)

Werner – Markus (noch unsicher=


Fortsetzung folgt am Sonntag…

Donnerstag, 1. April 2010

April April

Nach einer intensiv geführten Debatte zwischen Pressechef und Turnierleitung bezüglich des Handicaps und der Rangliste kam es heute am frühen morgen zu einem Bruch. Leider verloren beide Seiten im Laufe dieses Gespräches die Contenance. Die im Vorfeld bereits verhärteten Fronten konnten in unserem Gespräch nicht überwunden werden. Ich ziehe hiermit die Konsequenzen und trete von allen meinen inoffiziellen Ämtern zurück, meine Spielerkarriere ist damit ebenfalls beendet. Ich bitte zu diesem Schritt um Verständnis und hoffe dennoch für alle anderen auf einen spannende und erfolgreiche WM.

Wer die Leitung des Bloges und die Rolle des Reporters übernimmt oder ob es überhaupt eine Fortsetzung gibt, ist zur Zeit noch völlig offen.