
Schade, schade Sofie, da war mehr drin! In den abschließenden Gruppenspielen unterlag Markus völlig überraschend 5:3 gegen Andy und hatte Glück, das Sofie krankheitsbedingt das Turnier beenden musste. So kam es zu den vorhergesehenen KO Spielen.
Die umstritten nachgerückte Carolin blieb ohne Turniersieg und unterlag Christian klar und deutlich 7:1 (5:1). War der Respekt zu groß? Oder war ihr das Nachrücken gar selbst unangenehm? Denn Spielerisch hat sie die rote Laterne sicher abgegeben und konnte zum oberen Mittelfeld der Rangliste aufschließen.
Die weiteren Viertelfinals waren durchweg hart umkämpft und völlig offen.

Daniel gegen Daniel, mittlerweile ein Klassiker, ein Genuss! Bodes mit dem besseren Start, doch dann immer wieder mit Fehlern. Was ist nur los mit ihm? Regelmäßig fertigt er in den Gruppenspielen seine Gegner ab und lässt dann in entscheidenden Momenten gegen ebenwürdige Gegner die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen! Immer wieder geht er frühzeitig zu viel Risiko und bringt damit seinen Gegner zurück ins Spiel. Immer wieder missglückte Versuche über die Bande, was Winkes zu nutzen verstand und Bodes „auskonterte“. Winkes zog verdient in die nächste Runde ein, zurück blieb ein exzellenter Billardkönner, der erneut am großen Wurf scheiterte.

Es wäre ohne dieses Duell keine Billard WM. Ebenfalls als Klassik zu bezeichnen ist wohl die Paarung Thorsten gegen Mischa. Mischa spielte eine hervorragende Vorrunde, wurde hoch gehandelt, stand allerdings wegen Margen Darm Problemen ebenfalls kurz vor der Absage. Davon lässt sich ein echter Champion jedoch nicht beeindrucken, von einem überragenden Thorsten jedoch schon! Nicht glücklich, sondern gekonnt spielte Thorsten wohl sein bestes Turnierspiel überhaupt und lag in einer technisch ebenfalls ansprechenden Partie bereits 6:2 in Führung. Doch Mischa schüttelte sich kurz und kam mit kontrolliertem Risiko nochmals heran! 6:3, 6:4, 6:5, 6:6! Was war denn hier los? Im letzten Frame setzte sich Thorsten schließlich nervenstark durch und zog ins Halbfinale ein.

Werner außer Form oder sind die Gegner doch besser geworden? Auf einen Durchmarsch wie 2006 beim legendären Gandyrafinale konnte der smarte Familienvater nicht hoffen. Zumindest an den Anrufen seiner Frau hat sich bis heute nichts gehändert. Immer wieder war in diesem Zusammenhang mangelnde Spielpraxis zu hören, naja da hatte er ja mit dem kriselnden und glücklichen Viertelfinalisten Markus den richtigen Gegner. Den Vergleich Sofie – Markus hätte ich bei diesem Turnier gerne gesehen, seis drum. Wie gesagt, beide mit Problemen und nicht so souverän wie erwartet, daher erwartungsgemäß ein enges Spiel. Wer war besser, wer hat es eher verdient? Schwer zu sagen. 7:6 für Werner.
In den Halbfinals nur Favoritensiege.
Die Winkesfamilie hat im dritten Versuch Christian zu stoppen zum dritten Mal versagt. Daniel war einfach zu zahm! Verdammt, es ist nicht der Gandyra! Daniel warum so schlecht? 9:2.
Werner war sich seines Sieges gegen Thorsten schon vor dem ersten Stoß gewiss, daher sackten seine Mundwinkes merklich herab, als der Underdog erneut gut begann und 2:1 in Führung ging.
Leider baute dieser an diesem späten Abend mehr und mehr ab und konnte sowohl das Niveau als auch den Anschluss nicht halten. Werner meisterte souverän die „Saves“ seines Gegenübers und sicherte sich das Finale!

Insgesamt haben Christian und Werner wohl verdient das Finale erreicht und sind zurecht die besten Spieler des Turniers. Die Zuschauer des Finales werden sich trotzdem geärgert haben, denn beide sind schlagbar. Beide Spieler mit ausgezeichnetem Wissen über die Billardtheorie, was man im Ansatz auch sehen konnte. Doch beide schielten immer wieder mit mehr als einem Auge auf die Ablage, wodurch die ein oder andere Kugel nicht das Loch, sondern nur die harte Bande fand. Besonders Werner ignorierte oft eine gute Position auf eine schwer zu spielende Kugel und versuchte es ein ums andere Mal mit der großen Kunst des Effets. Christian wohl durch seine gefühlte 3 Meter Körpergröße zu einschüchtern für die Konkurrenz und alles in allem verdienter Weltmeister. Glückwunsch!
Im Spiel um Platz drei, welches mit 16 stündiger Verspätung begann , zeigte Winkes seine ganze Klasse und fertigte den erneut nicht schlechten Thorsten ab. Warum denn nicht schon gegen Christian?!?
Abschließend, wenn wir nur in ein Lokal gingen um dort Billard zu spielen, wäre es doch langweilig. Und so möchte ich dieses Turnier als erneuten Erfolg feiern, denn trotz Organisationchaos, neue Tische, Handicap, Rangliste und all den strittigen Entscheidungen und Debatten, wir haben etwas zu erzählen!
Trotzdem werden natürlich die Skandale in einem Nachbericht intensiv beleuchtet.^^
2 Kommentare:
der bericht war wohl zu gut, hat keiner was zu meckern? :D
Der Bericht ist erstklassig!!
Wie immer eben
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