Donnerstag, 30. April 2009

Große Diskussion

Entschuldigt erstmal die Verspätung, auch ein Reporter muss mal schlafen.^^

Wie Angekündigt fand sich vergangen Sonntagnachmittag die Billardgemeinde zu einem klärenden Gespräch im Keller der Winkes Residenz ein. Vor Ort warten neben Daniel W. noch Thorsten, Benni, Dany, Daniel B., Sofie und Christian.

Während die Mittagssonne ihren Weg nach Westen nahm suchten die Anwesenden einen Weg in die Zukunft. Insgesamt bleibt ein positiver Eindruck, wir haben uns denke ich alle an die Gesprächsregeln, die an Zimmerwänden der 5 Klasse hängen, gehalten. Die Befürchtungen im Vorfeld waren dagegen nicht gänzlich unbegründet. Dass ein Daniel Winkes durchaus provozieren kann ist ja allen bekannt, es wurde leider in einem kurzen Moment hangreiflich. Dany konnte sich jedoch nicht zwischen Faustschlag oder Ohrfeige entscheiden und dank Winkes‘ katzenartigen Reflexen wurde niemand verletzt.

Neben der Prügelei wurden folgende Dinge beredet und beschlossen:


Zum Unkostenbeitrag: Es gab zur vergangenen WM den Vorschlag statt pauschal 15 Euro von jedem Teilnehmer nur 10 Euro, und von den Viertelfinalisten weitere 5 Euro zu verlangen. Nachdem Winkes noch vor dem ersten Argument ankündigte in diesem Punkt stur bleiben zu wollen und sich auch andere für die bisherige „Pauschalzahlung“ aussprachen, war die Sache schnell entschieden, jedes weitere Wort wäre Verschwendung gewesen. Hier bleibt also alles beim Alten!

Öl nachzugießen oder Nachzutreten, das liegt fern meiner Absicht, ich nutz trotzdem mein Privileg Autor zu sein, und verliere nochmal ein paar Worte, weil mich Argument, die die Worte „Bestrafung“ oder „zusätzliche Kosten“ beinhalten zur Weißglut treiben! An die Viertelfinalisten, wo liegt der Unterschied, wo ist die Bestrafung, wo sind die zusätzlichen Kosten, ihr zahltet so oder so 15 Euro??


Zum Handicap: Wie waren uns alle einig, das Handicap soll unterschiedliche Leistungsstärken ausgleichen und einen ausgeglichenen Wettkampf ermöglichen. Hier endete zunächst die Einigkeit, es folgte eine hitzige Debatte. Die Gesamtrangliste soll nicht entwertet werden, die Handicapregelung soll dem erweiterten Spitzenfeld Rechnung tragen, das Handicap soll nicht Spielentscheidend sein, wie soll man Leistungsstärken objektiv und fair einschätzen können usw.

Letztlich blieb zur Auswahl, das Handicap wie bisher nach dem Ranglistenplatz zu bestimmen oder das, wie ich es im vorherigen Artikel genannt habe, „Think’sche Beberle Modell“. Daniel, der im Vorfeld noch sagte es gäbe keine Vernünftige Alternative zum bisherigen Modus, war im Laufe des Wortgefechts sichtbar in sich gekehrt und nachdenklich geworden. Es kam zur Abstimmung, 5:0 bei zwei Enthaltungen für das neue Model!

Das Handicap errechnet sich nun also wie folgt: Die Durchschnittliche Punktzahl (Gesamtpunkte durch Turnierteilnahmen) mal dem Ranglistenplatz zugeordnetem Multiplikator. Ab Komma 5 wird aufgerundet!


Zur Setzliste: Gerade in Zusammenhang mit der ursprünglichen Handicapverteilung wurde die geplante Setzliste bei dem bevorstehenden Masters scharf kritisiert. Da in Sachen Handicap eine faire und überzeugende Lösung gefunden wurde und damit zumindest auf dem Papier jeder eine Chance gegen jeden hat, löste sich der Widerstand von selbst. Es wird wohl eine Setzliste geben!


In der Folge wurden noch Anregungen und Ideen ausgetauscht. Ein vergessenerr, untergegangener Brauch Urkunden an die Gewinner auszugeben soll wiederbelebt werden. Zur nächsten WM wird zudem ein Wanderpokal eingeführt!


Ein weiteres Thema, das wohl einen eigenen Artikel bekommen wird, wurde zur Sprache gebracht. Es kam in der Vergangenheit hin und wieder die Frage auf warum eigentlich immer nur „Inoffiziell“? Es gibt Bestrebungen unsere nun fünfjährige Gemeinschaft in einen offiziell eingetragenen Verein umzuwandeln. In welcher Form und ob so etwas zustande kommt (kommen kann) und wie professionell wir eigentlich werden wollen, ist bisher nicht geklärt. Aber man kann diesen Sonntag wohl so etwas wie einen Grundstein nennen.

Ich muss mich nun sputen und komme damit endlich zum Ende. Wie gesagt, die Themen zum Schreiben gehen mir vorerst nicht aus, es wird die nächsten Wochen noch einiges zu lesen geben.


Abschließend möchte ich sagen, falls es das Inoffizielle tatsächlich einmal zu einem Verein schaffen sollte darf nicht nur am grünen Tisch Harmonie und Akzeptanz herrschen. Wir müssen alle unsere Sturheit überwinden.

Sonntag, 26. April 2009

Spiel dich in den Mai!

Einladung
zum Inoffiziellen Südwestdeutschen Pool-Billard Master 2009.


Gespielt wird Freitag und Samstag (1. Und 2. Mai), jeweils von 14.00 bis ca. 20.00 Uhr im Klappstuhl in Worms.

Der Unkostenbeitrag beträgt 5€ pro Person.

Wer teilnehmen möchte teilt dies bitte, bevorzugt per eMail, der Turnierleitung Daniel Winkes unter Angabe seines vollen Namens mit. (DanielWinkes@gmx.de)


Ein Ergebnis der „Großen Diskussion“, die ja auch das Master betroffen hat, folgt wahrscheinlich morgen. Die gute Nachricht vorab, wir sind alle noch am Leben!

Dienstag, 21. April 2009

Die Zukunft des Billards - Update-

Die WM09 ist nun Geschichte. Es war spannend, wir haben sensationelle Duelle gesehen, es war, so denke ich überwiegend fair, es war ein schönes Turnier, vielleicht das Beste dieser Art! Und in einem Nachbericht sollte man in allererster Linie, nein, man muss sogar einen Dank an die Turnierleitung, an Daniel Winkes aussprechen! Bei aller spaßigen oder ernstgemeinten Kritik oder sogar Polemik, bei allem Ehrgeiz, ohne seine selbstlose und aufopferungsvolle Organisation gäbe es sicherlich keine Turniere!


Aber genug der Lobpreisungen, hinter den Kulissen ebbte der Schwung der WM keineswegs ab, es gibt reichlich Bewegung, ich komme mit dem Schreiben kaum noch nach. Ich werde versuchen die Brennpunkte zusammenzufassen.


Trotzdem nochmal kurz zum Thema Schwung und Dank. Während der Turnierphase war fast 500 Leute auf diesem Blog, wodurch sowohl der Besucherrekord des Jahres, des Monats und des Tages gebrochen wurde. Es muss an dieser Stelle erlaubt sein folgendes Auszusprechen: Einen Dank von mir an alle Leser und vor allem an Christian und Daniel, die mich motivierte weiter zu schreiben.

Neben Zuspruch gab es natürlich auch von verschiedenen Seiten Kritik für mich, der Tenor war die Berichte wären zu wenig faktisch, zu viel Prosa. Wenn ich darüber nachdenke stimmt das wahrscheinlich. Es ist mein Stil, vielleicht fehlt mir aber für das Faktische auch die letzte Kompetenz, ich werde daran arbeiten.

Nebenbei, ich sehe das nicht als meinen Blog, es ist unserer. Wer mitschreiben und mitgestalten will kann das gerne tun und Gastautor werden. Eine bewusst subjektive Schilderung der Ereignisse wäre sogar sicher interessant.


Was ich nun im Folgenden schreibe wird wahrscheinlich eine Welle der Empörung nach sich ziehen, aber ich hoffe dennoch auf Verständnis und auf eine kritische Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten.

Als ich mir im Rahmen dieses Artikels über die Zukunft des Billards Gedanken gemacht habe und damit zwangsläufig auch über unseren Chef Daniel, sind mir verschiedene Adjektive in den Sinn gekommen. Neben selbstlos und aufopferungsvoll sind mir leider auch negative, nämlich kritikunfähig und kompromisslos eingefallen. Denken tue ich zum Beispiel bei diesen Anschuldigungen an das vorgeschlagene Finanzierungsmodell für die vergangene WM, welches von Daniel kommentarlos übergangen wurde! Aktuell halte ich die Veränderungen des Handicap und die Setzliste bei Masterturnieren mindestens für diskussionswürdig!


„Das Handicap ist in Sport und Spiel ein in der Regel genau berechneter Faktor, der unterschiedliche Leistungsstärken nivellieren soll, um auch in einem heterogenen Feld einen spannenden Wettbewerb zu ermöglichen.“

Das unser Handicapsystem diesem Grundsatz nichtmehr gerecht wird, darüber müssen wir nicht streiten. Die vorhandene Bereitschaft unser System ändern zu wollen habe ich wohlwollend bemerkt, aber leider muss ich die Art und Form wie es nun verändert wurde kritisieren!

Kurze Regelerklärung: Jeder Teilnehmer eines Turniers erhält entsprechend seines Abschneidens Punkte, die seinen Platz in der Rangliste definiert. Die ersten sechs erhielten bis vor kurzem ein Handicap in Prozent, beginnend bei 60 welches in Zehnerschritten von Platz zu Platz abgeschwächt wurde. Nun sollen die ersten 10 ein Handicap bekommen, welches bei 50 beginnt und in Fünferschritten abgeschwächt wird. Bei einem Eingriff in die Regeln muss man sich immer vor Augen führen was man erreichen will und was mein erreicht hat. Unterschiedliche Leistungsstärken ausgleichen, das will man erreichen. Und was erreicht man mit der nun beschlossenen Änderung? Die Gewinner sind ganz klar die Top 5, die ihr Gesamtprozente verringern und gegen Spieler der Plätze 6-10 ihr Handicap sogar noch weiter verbessern. Fairer hat man die Sache damit ganz sicher nicht gemacht!

Das Grundproblem ist klar, was niemand Aussprechen will, die Rangliste spiegelt nicht das Leistungsvermögen der Spieler wieder! Wie soll man also auf ihrer Grundlagen ein Handicap verhängen?

Lösungsvorschläge: Eine Kommission von Spielern beurteilt nach Gewissen und Leistungen die Fähigkeiten der Turnierteilnehmer, nach der dann die Handicaps verteilt werden.

Oder: Man nimmt die erreichten Punkte der Gesamtrangliste und teilt diese durch die Turnierteilnahmen der einzelnen Spieler.

Oder: Man betrachtet die einzelnen Turnierteilnahmen der einzelnen Spielern und die damit verbunden maximal erreichbaren Punkte. Mit den letztendlich erreichten Punkte wird ein Prozentsatz gebildet.


-------------Update-------------


Wie erwartet führte das Thema Handicap zu kontroversen Diskussionen. Unser Benni hat sich nun ein Kompromiss ausgedacht, ich nenne es mal „Beberle-Modell“. Das revolutionäre daran: Die Handicapverteilung wäre unabhängig des Ranglistenplatzes. Das Handicap errechnet sich hier aus dem Quotient aus Gesamtpunkten und Turnierteilnahmen mal 1,5.

Wasserdicht ist die Sache jedoch nicht, denn hierbei erhält nun jeder ein Handicap, damit würde das Handicap homogener und nicht das Leistungsvermögen.

Ihr merkt schon, es wird komplizierter und das bleibt auch so, denn jetzt kommt das „Think’sche Beberle-Modell“. Gleiche Rechnung, nur wird hier der Quotient nicht mit 1,5 Mal genommen, sondern mit einem dem Ranglistenplatz zugeordnetem Koeffizienten. Schaut es euch in dem Pic an, ich denke dann kann ich mir lange Erklärungsversuche sparen.^^


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Nun zur Setzliste bei Masters, ein weiteres strittiges Thema. Wie eine Rundmail heute ankündigte folgt Anfang Mai das nächste Turnier, ein Master. Bei einem Master werden die Teilnehmer in Paaren gelost und spielen dann im KO System um den Turniersieg. Doch was muss ich lesen? Es soll eine Setzliste geben? Eine Setzliste bei einem Master? Sowas gab es ja noch nie! Mit der Begründung man will nicht, dass die Guten schon in der ersten Runde gegeneinander spielen. Mir liegt es auf den Lippen, ein Skandal. Man nimmt diesem Turnier seinen eigenen Charakter, es ist nur noch eine Light-Version der WM. Eigentlich haben schlechtplatziere der, ich muss es nun im Laufe des Schreibens dieses Artikel leider sagen, umstrittenen Rangliste keinen Grund überhaupt mitzuspielen.


Ich sehe schon, dass ich meinen selbst gesteckten Rahmen für einen Post überschritten habe, ich muss mich nun leider selbst abwürgen, ich will nur noch eine Sache vorschlagen: Einen Kongress oder eine „Vorstandsitzung“, in der eine Möglichkeit geboten wird die Problemfälle zu diskutieren. Es gibt noch weitere Punkte die ich gerne Ansprechen würde. Der nächste Artikel ist eigentlich vorprogrammiert. :=)

In diesem Sinne, schreibt Comments^^